Erklärung von Ernst Knöß

 

Für Humanität, Frieden und Freiheit verantwortungsbewusst handeln.

Die geduldige, kognitive Arbeit aufrechter Menschen in Deutschland beginnt sich niederzuschlagen im zaghaften Beginn eines Umdenkungsprozesses der in einzelnen Gruppen der Bevölkerung die Kraft findet sich öffentlich zu präsentieren, mit einiger Aussicht auf Erfolg. Ich möchte meinen Beitrag leisten, dass die stumme Ohnmacht der Gerechten umschlägt in klare Worte der Wahrheit, der Aufklärung und Erkenntnis.

Basierend auf dem Vorläufer des « Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation » prägten in der jüngeren Geschichte das Deutsche Kaiserreich von 1871, der I. Weltkrieg, die Weimarer Republik, die Hitlerzeit, die Spaltung des Landes im « Kalten Krieg » die Machtverhältnisse in Deutschland; die Psychologie der Massen, das Bewusstsein, Unterbewusstsein, Spiritualität und Gewissen der Individuen, Thesen und Praktiken der neoliberalen Ökonomie, gemeinsam mit der unsäglichen Quadriga aus Angst, Schuld, Leid und Tod.

Thema, Ort und Zeitpunkt der Ausstellung bieten die Gelegenheit, beispielhaft und überregional die Sichtweise der Menschen wiederzugeben die, aus tiefster Humanität heraus, aufrichtig und selbstverantwortlich handelten.

Unter dem Gesichtspunkt der Effizienz und der großen Zahl betrachtet, ging Widerstand im III. Reich im Wesentlichen nicht von den Macht habenden Kasten, der Verwaltung und den Eliten des Systems aus, sondern fand sich vor allem bei jenen Menschen die sich, « gegen den Strom » Mut, Humanität und Liebe bewahrt hatten, also weitaus überwiegend in der breiten Basis der Bevölkerung. Er war dementsprechend facettenreich.

Der sich zum jetzigen Zeitpunkt abzeichnende Umdenkungsprozess, in Verbindung mit meinem eigenen Lebensweg nach 1945 bis heute, waren Veranlassung mich bei zwei Modulen an der Ausstellung zu beteiligen. Zeitbezeugungen haben etwas unersetzliches.

  • Nur wer intensiv gelebt hat, versteht (kann verstehen)
  • Wer erlebt hat, kann berichten
  • Wer beobachtet hat, kann beschreiben
  • Nur wer zutiefst ergriffen ist, begreift (kann begreifen)
  • Wer berührt ist, ist zu Empathie fähig (Einfühlungsvermögen)
  • Wer erregt ist, hat Emotionen (Mitgefühl, Mitleid)

Leid, Schuld, Tod, Angst und Macht können transformiert werden in eine menschliche Leistung. Nämlich in Humanität, Verantwortungsbewusstsein, Menschenwürde, Wahrheit und Gerechtigkeit. Genau dieser Weg ist unverzichtbar und soll weiter beschritten werden. Es ist der Weg zu Frieden, Liebe und Sinn.

Was der Mensch ist, wird er durch die Sache die er zur seinen macht und der Mensch wird zum Menschen dadurch, dass er sich dem anderen hingibt.

 

Ernst Knöß

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