Gegen den Strom

 

RETTUNGSWIDERSTAND DEUTSCHER während des Zweiten Weltkriegs.

GegendenStrom11Unser französischer Verein « Vivre en Paix ensemble / gemeinsam in Frieden leben  » hat in 2014 die Idee gehabt, die Ausstellung « Gegen den Strom » ins Französische zu übersetzen. Mehr als 200 bretonische Gymnasisten und Studenten haben an diesem Abenteuer teilgenommen.

Präsentationsdatei des Projekts und Pressemitteilung.

Pressemitteilung des Jüdischen Museums Frankfurt.

Unsere Ehrenvorsitzende, Magda Hollander-Lafon ist Überlebende und Zeitzeugin der Shoah. Ihr Lebenswerk ist die deutsch-französische Aussöhnung.

Diese Ausstellung wurde im Jahr 2012 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Main erstellt, übersetzt im Rahmen eines Schulprojekts mehrerer Gymnasien des Bezirks Ille et Vilaine in Frankreich wird sie in Rennes im Mai und Juni 2015 präsentiert und anschließend in weiteren französischen Städten.

Am Anfang des Projekts 

Eine einzigartige Ausstellung in Deutschland.

Ein Beispiel von Solidarität und Hilfe.

Es gilt festzustellen, dass die Ausstellung insofern einzigartig für Deutschland ist, als sie sich öffnet hin zu einem universellen Blick des Themas. Sie setzt Maßstäbe die basieren auf inneren, werthaltigen Eigenschaften der einzelnen Menschen, die sich leiten lassen von hohen ethischen und moralischen Werten verankert in ihrem Gewissen und ihrem Bewusstsein. Mit ihrer Handlungsweise ihr Leben riskierend. Was vielmehr zählt ist die Achtung der Würde des Menschen, eine gute Portion Humanität, Mut, Anstand, Verantwortungsbewusstsein usw.. Diese Charaktereigenschaften bilden letzten Endes den besten Schutz gegen Unterdrückung, Leid und Tod.

Für die breite Öffentlichkeit stellt es eine Aufforderung dar ebenso im Sinne unseres alltäglichen Lebens immer wieder seine Befähigung zu hinterfragen zu Mißständen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Nein zu sagen. Die Ausstellung bietet für die Bevölkerung die Möglichkeit in politischen Umbruchphasen die Blickrichtung zu wechseln, sich zu besinnen und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, sowie sich eine neue historische Sichtweise anzueignen. An Hand der Ausstellung stellt sich die Frage, ob es nicht besser ist, anstatt eilfertig die repräsentativen Darstellungen, ihre allzu schnellen vorgefertigten, servilen Bilder zu übernehmen, sondern sich eine gewisse kritische Distanz zu bewahren was Medien und besonders die offizielle Geschichtsschreibung betrifft. Die Ausstellung fordert auf wachsam zu sein und sich einen kritischen Blick zu bewahren, denn er bildet letztlich die Basis des Staatsbürgers politisches Bewusstsein zu erwerben.

Aus Sicht der Schüler wird diesem Teil der Geschichte im Unterricht zu wenig Platz eingeräumt und in den Geschichtsbüchern ist er wenig präsent. Die Übersetzung der Ausstellungstexte ist für die Schüler die Gelegenheit ebenso den aktuellen Sinngehalt eines so gearteten Widerstandes zu hinterfragen. Sie wirft zudem einen grundsätzlichen Blick auf die Vorurteile die möglicherweise über Gruppierungen der Gesellschaft oder sogar über eine ganze Nation existieren. Hinterfragen und kritische Sichtweise transportieren schließlich die idealen Werte unserer Republik in die Herzen der Menschen und darüber hinaus den Ursprung des europäischen Gedankens in die Dynamik der deutsch-französischen Aussöhnung.

Widerstand aus breiteren Bevölkerungskreisen, wie etwa Sabotageaktionen in Großbetrieben der Rüstungsindustrie seitens Gewerkschafter, von Betriebsräten und Vertrauensleuten der Arbeiter oder die Bewegung „keine Soldaten für Hitler (keine Kinder ab 1933)“. Dies war kein Widerstand mit großem Knall für die Öffentlichkeit. Die Akteure waren vielmehr an stringenter Geheimhaltung und sorgfältiger Verwischung der Spuren interessiert. Aufzeichnungen oder gar Publikationen durch die Naziregierung waren verpönt, denn das bekannt werden solcher Aktivitäten lag selbstverständlich keinesfalls im Interesse der Machthaber. Unsere Institutionen und ihre Historiker-innen nach 1945, nahtlos in der Tradition der Administration ihrer Vorgänger-innnen stehend fahren noch heute in Archive um zu dem Schluss zu kommen, diesbezüglich hätten sie nichts gefunden, also habe es das nicht gegeben. Genauso wie die Zeitzeugenberichte der Überlebenden der Shoah sind Zeitbezeugungen diesbezüglich unersetzlich.

SPENDENSAMMLUNG
Unter Mithilfe von Ernst Knöß Mitgestalter der Ausstellung organisieren wir in Deutschland eine Spendensammlung um das Projekt der Vereinigung gemeinsam in Frieden leben zu finanzieren. Bitte Spenden Sie auf das folgende Konto der Frankfurter Volksbank (BIC: FFVB DE FF – IBAN: DE 56 5019 0000 6201 5330 05).

BEITRÄGE
Ernst KNOESS, der ein Teil des deutschen Ausstellungstextes verfasst hat.
Heike DRUMMER, Historikerin des Museums Judengasse in Frankfurt.
Marc SCHINDLER-BONDIGUEL, Geschichts-und Geografielehrer am Lycée Chateaubriand in Rennes, der mit seinen Kollegen und 47 Schuelern der Première-Klasse der (binationalen) AbiBac-Sektion an der Uebersetzung der Ausstellung teilgenommen hat.

Gegen den Strom im Museum Juden-gasse in Frankfurt am 13. September 2012

Gegen den Strom im Museum Juden-gasse in Frankfurt

  Une réponse sur “Gegen den Strom”

  1.  

    Le fait que l’Université de Rennes ait pris l’initiative de présenter cette exposition en France, ma profondément touché. Je suis le fils de Heinz Welke, pasteur protestant et résistant antifasciste, largement mentionné dans cette exposition. Mon père avait beaucoup d’amis dans les milieux du protestantisme résistant français, André Trocmé, Edouard Theiss, Georges Casalis… Moi-même j’ai travaillé très longtemps enseignant et chercheur universitaire en France. Si vous êtes intéressés je suis prêt a faire un témoignage sur mon père et à pariticiper à une rencontre avec le public français.
    Cordialement
    Dieter Welke
    Lange Str.146
    61440 Oberursel
    Allemagne
    Tél.:+49 6171 286917
    Mobile: +49 1711236317

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